Erftverlegung Gnadental

Gnadental, Nordrhein-Westfalen

Zwischen der Gnadenthaler Brücke und der Brücke der L 137 (Bonner Straße) sollen nun durch eine Neutrassierung der Erft in einem mäandrierenden Verlauf die vorhandenen Altarme wieder an das Gewässer angeschlossen werden. Der neue Gewässerlauf wird deutlich breiter und mit einem geringeren Gefälle als der bestehende Verlauf gestaltet, außerdem wird die Sohle angehoben. Durch diese Maßnahmen wird angestrebt, eine wesentlich frühere und großräumigere Ausuferung und Überflutung der Aue als bisher zu erreichen.

Projektbeschreibung

Beschreibung der Maßnahmen

- Verlegung der Erft unter Berücksichtigung der vorhandenen Altarme auf einer Länge von 1680 m. In diesem Abschnitt wird das Sohlniveau der Erft um etwa einen Meter angehoben. Der unterwasserseitige Anschluss erfolgt bei km 0+752, der oberwasserseitige Anschluss erfolgt bei km 2+527. Die Sohibreite beträgt im Mittel 11,0 m. Die Einschnittstiefe liegt i.M. bei 1,5 m. Die Breite zwischen den Böschungsoberkanten liegt zwischen 18 m und 31 m. Die eigendynamische Entwicklung wird durch verschiedene ingenieurbiologische Maßnahmen sowie abschnittsweise durch Kiesschüttungen unterstützt.
- Gestaltung von vier Sekundärauen im Bereich der neuen Erfttrasse auf einer Fläche von insgesamt ca. 24.000 m2. Dazu wird das angrenzende Gelände teilweise um etwa 40 cm abgesenkt.
- Gestaltung einer flach geneigten, 17 m breiten und 82 m langen Sohlengleite am unteren Ende der Umgestaltungsstrecke. Die Neigung der Sohlengleite beträgt 1:50, der zu überwindende Höhenunterschied bei dem maßgebenden Wasserspiegel beträgt max. 1,56 m. Über diese Sohlengleite wird die Sohlanhebung zur neuen Erfttrasse überwunden.
- Aushub von insgesamt 35.000 m3 Bodenmaterial zur Gestaltung der neuen Erfttrasse, der Sekundärauen und der Sohlengleite.
- Verfüllung des heutigen Erftverlaufes auf einer Länge von ca. 300 m in vier Abschnitten und Anhebung der Sohle in den Abschnitten, in denen der neue Erftverlauf die bestehende Trasse nutzt. Dazu sind insgesamt 20.000 m3 Material erforderlich.
- Anpassung / Verfüllung Gelände mit insgesamt 14.000 m3 Aushubmaterial aus der neuen Trasse des Erftverlaufes auf einer Gesamtfläche von etwa 24.000 m2.
- Anpassung des Rad- bzw. Fußweges entlang des Norfbaches auf einer Länge von insgesamt 350 m zum Ausgleich der höheren Wasserspiegellagen im Mündungsbereich.

Projektsteckbrief

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