HEB Mengede

Dortmund- Mengede, Nordrhein-Westfalen

Projektbeschreibung

  • Erstellung des Hochwasserentlastungsbeckens (HEB)
  • Hochwasserentlastungsanlage

Ökologische Verbesserung der Emscher von Dortmund bis Dinslaken

Im Zuge des anstehenden — und in vielen Bereichen bereits begonnenen — Umbaus des Emschersystems muss der Hochwasserschutz neu organisiert werden, damit auch in Zukunft die Siedlungsbereiche entlang der Emscher, bis stromab zum Rhein, zuverlässig vor Überschwemmungen geschützt werden. In Dortmund- Mengede, Castrop- Rauxel- Ickern und Dortmund-Ellinghausen werden im Zuge des Emscherumbaus zwei Hochwasserrückhaltebecken mit einer Größe von insgesamt mehr als 60 Hektar entstehen, die einen wesentlichen Beitrag zum Schutz weiter stromab liegender Bereiche leisten.

Die hier beschriebene Maßnahme zum Hochwasserrückhaltebecken (HRB) in Dortmund- Mengede ist ein vorlaufender und eigenständiger Bestandteil der ökologischen Umgestaltung der Emscher.

Das geplante Hochwasserrückhaltebecken am Oberlauf der Emscher in Dortmund Mengede dient grundsätzlich zur Gewährleistung der Hochwassersicherheit im Unterlauf.

Bei der Umsetzung der Planung, hier in Dortmund Mengede, sind neben der Standsicherheit der Anlagen, die Belange des Naturschutzes eines wiedergewonnenen Landschaftsraums und die ökologische Durchgängigkeit sowie die architektonische und künstlerische Gestaltung der Anlage besonders zu berücksichtigen.

Die Planung stellt sich u. a. der Aufgabe, die Funktion des Bauwerks durch Baustruktur und Landschaftsgestaltung sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Das Auslassbauwerk selber bildet mit der Brücke, dem Betriebsgebäude und den Nebenanlagen ein geschlossenes Ensemble. Technik wird möglichst offen gezeigt. Dies gilt für das Absperrbauwerk selber wie auch für die breiten Dammscharten.

Diese werden ebenfalls in das Bauwerk integriert und mit einer langen Brücke zusammengefasst. Die skulptural geformten Betonpfeiler der Brückenkonstruktion und des Auslassbauwerkes sollen einen Eindruck der hier im Überflutungsfall einwirkenden Kräfte geben. Gleichzeitig sollen sie Assoziationen zu den für das Ruhrgebiet typischen Bauwerken der technischen Infrastruktur wie Eisenbahnbrücken oder Flussharken wecken.

Ein wesentlicher Aspekt war bei der Planung die ökologische Durchgängigkeit.

 

Umfang der ausgeschriebenen Leistungen:

  • ca. 148.000 m3 Erdarbeiten
  • ca. 400 m3 Betriebsgebäude umbauten Raum (3 Etagen), Erdgeschoss (Info-Raum),
  • Obergeschoss (Lagerraum, WC), Obergeschoss (Betriebsraum)
  • ca. 150 m Steg / Brücke b = 3,50 m (Stahlkonstruktion)
  • 2 Stck. Absperrschieber 5000 * 2550 mm
  • 2 Stck. Absperrschieber 5000 * 3100 mm Stahlbauarbeiten (Geländer, Gitterrost usw.) EMSR-Technik
  • ca. 2.200 m3 Stahlbeton (Auslassbauwerk, Pfeiler)
  • ca. 10.000 m2 Oberflächenbefestigung
  • ca. 200 m Böschungsfußsicherung
  • ca. 2.500 m2 Betriebwege und Straßen herstellen

 

Die Baumaßnahme lässt sich in folgende Bauteile untergliedern:

  • Auslassbauwerk
  • Steg (Brücke)
  • Betriebsgebäude
  • Dammscharten
  • Deiche, Böschungen, Betriebswege (unterhalb des Auslassbauwerkes)
  • Bachbett und Sohlgleite

Projektsteckbrief

  • Bauherr:
    Emschergenossenschaft Essen
    Fon: +49 0201 104 0
    Web: www.eglv.de
  • Bausumme: 10.150.000 Euro
  • Bauzeit: Januar 2011 bis Dezember 2012
  • Ort: Dortmund- Mengede
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen

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